Ja, ein Privatdetektiv kann durchaus auch für Chefs von Nöten werden. Jeder kennt die Situation: ein schöner Sommertag, hohe Temperaturen und man möchte nicht im Büro versauern, sondern viel lieber am Badesee oder im Freibad den Tag zubringen. Manchmal kommen ganz gewiefte Arbeiter darauf, eben einfach mal Urlaub auf Krankenschein zu machen, um den schönen Tag genießen zu können.
Und genau das wissen aber die Chefs vieler Betriebe schon, und versuchen mittels eines Privatdetektivs, solche Scheinkranke dingfest zu machen. Der Privatdetektiv wird dann angeheuert, dass er den angeblich an schwerer Grippe erkrankten Angestellten beschatten soll. Früh morgens legt sich der Privatdetektiv auf die Lauer, und beobachtet den zu Beschattenden auf Schritt und Tritt. Natürlich wird er nichts sagen, wenn man mal kurz um die Ecke in den nächsten Laden geht, um für zuhause eine Kleinigkeit einzukaufen, jedoch wenn man lustig und eigentlich ziemlich gesund schon morgens zum nächsten Badeweiher fährt, und sich dort in die Sonne legt, hat der Mohr seine Schuldigkeit getan – der Täter ist überführt.
Mit Beweisfotos wird der Privatdetektiv dann zum Chef gehen, und den Schwänzer anschwärzen, wie weit dieser sich vergnügt oder tatsächlich krank war. Daher ist es nicht mehr wirklich angebracht, wenn man sich – nur um ein paar freie Tage zu leisten – widerrechtlich einen Krankenschein vom Arzt besorgt. Man könnte – aufgrund guter Arbeit von einem Privatdetektiv – durchaus ziemlich schnell mehr Freizeit haben, als man gerne möchte, und das dürfte es eigentlich keinem Angestellten in der heutigen Zeit wirklich wert sein. Leisten kann es sich nämlich keiner mehr, dass der Job weg ist und man künftig von Hartz-IV leben muss.
